Ingenieurtechnischer Verband
für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V.
(ITVA)

30 Jahre ITVA
Alte Lasten angehen – neue nicht vererben!

Am 12. Oktober 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, gründete ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis unter dem Namen „Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)“ den ersten technisch-wissenschaftlichen Verband auf dem Arbeitsfeld der Altlastenbearbeitung. Anlass der Gründung waren insbesondere die immensen ökologischen Altlasten, die sich auftaten.

In den vergangenen 30 Jahren wurde viel geschafft, doch sind auch drei Jahrzehnte nach Gründung unseres Verbandes die Probleme des Bodenschutzes vielfältig. Dazu zählen u.a. die Flächeninanspruchnahme, Kampfmittel, herrenlose und schlummernde Altlasten sowie insbesondere neue Schadstoffe – allen voran PFOAS.

Seit seiner Gründung hat sich der ITVA erfolgreich mit den Herausforderungen auseinandergesetzt. Schon früh erschienen die ersten Arbeitshilfen und Informationsschriften. Es folgten Fachausschüsse zur Bearbeitung altlastenbezogener Fragestellungen und Regionalgruppen. Es wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen abgegeben, Runde Tische und Workshops durchgeführt und die allgemein anerkannte Definition für das Flächenrecycling geprägt.

Der Bedeutung der knappen Ressource (Boden)Fläche wurde durch die Umbenennung des Verbandes in Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling im Jahr 2009 Rechnung getragen.

Um dem Bodenschutz eine noch breitere Plattform zu bieten, haben sich die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in der Aktionsplattform Bodenschutz bewährt.

Das jährlich stattfindende Altlastensymposium und die renommierte Fachzeitschrift „altlasten spektrum“ tragen zum fachlichen Austausch in großem Maße bei. All dieses konnte und kann auch in Zukunft nur durch die vielen engagierten Mitglieder gelingen, die sich teilweise schon seit der Gründung des Verbandes, ehrenamtlich einsetzen im Vorstand, im Beirat, in den Fachausschüssen, den Regionalgruppen und dafür ihre private Zeit investieren. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Altlasten und Flächenrecycling sind keine Aufgaben, die innerhalb einer Generation gelöst werden können. Der ITVA möchte auch in den nächsten Jahren mit weiter anhaltendem Engagement zur erfolgreichen Bewältigung der ökologischen Herausforderungen beitragen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an diesen Aufgaben gestaltend mitzuwirken.

Aktuelles

EU-Aktionsplan „Auf dem Weg zu einem Null-Schadstoff-Ziel der EU für Luft, Wasser und Boden“

13. November 2020

Bis 10.02.2021:
Saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Böden, gesunde Ökosysteme und eine gesunde Lebensumwelt für die Europäer*innen – das Ziel der Null-Verschmutzung muss die EU in all ihre Entwicklungen einbeziehen und das Wirtschaftswachstum von der Zunahme der Verschmutzung abkoppeln. Ziel dieser Konsultation ist es, die Meinungen von Bürger*innen und Interessenträgern zum EU-Aktionsplan „Auf dem Weg zu einem Null-Schadstoff-Ziel der EU für Luft, Wasser und Boden“ einzuholen.

Zur Beantwortung des Fragebogens

Gesunde Böden – eine neue Bodenstrategie der EU

13. November 2020

bis 10.12.2020:
Es geht der EU-Kommission darum, die derzeitige Strategie zur Bekämpfung der Bodenverschlechterung und zur Erhaltung der Bodenressourcen („Bodendegradationsneutralität“) zu aktualisieren. Die Ziele lauten:

  • Schutz der Bodenfruchtbarkeit
  • Verringerung von Erosion und Versiegelung
  • Steigerung des Gehalts an organischer Substanz
  • Ermittlung von kontaminierten Flächen
  • Sanierung geschädigter Böden
  • Definition des Begriffs „guter ökologischer Zustand“ für Böden

Gesunde Böden seien von entscheidender Bedeutung, damit die Klima- und Biodiversitätsziele im Rahmen des europäischen Grünen Deals erreicht werden können. Feedback geben zum Fahrplan

8. Umweltaktionsprogramm

13. November 2020

Bis 31.12.2020:
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für einen Beschluss über ein allgemeines Umweltaktionsprogramm der Union für die Zeit bis 2030 vorgelegt, auf dass Interessierte nun reagieren können. Das achte Umweltaktionsprogramm (8. UAP) stützt die Ziele des Europäischen Green Deals (EGD) und bekräftigt außerdem das langfristige Ziel „gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten“ bis 2050, das bereits im 7. UAP eingeführt wurde. Da viele „typische UAP-Ziele“ im EGD enthalten sind, betont der Vorschlag besonders den Überwachungsrahmen und die Kontrollfunktion des 8. UAP.
Feedback geben zum Vorschlag für ein 8.UAP
 [COM(2020)652 final]