Ingenieurtechnischer Verband
für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V.
(ITVA)

Altlastensymposium 2021, 22.-24. September 2021, Berlin

Das ITVA-Altlastensymposium 2021 findet aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung vom 22. -24. September 2021 in Berlin statt.
Der zunächst unter Vorbehalt angekündigte Termin im März entfällt.

Das Programm und weitere Informationen werden voraussichtlich im Juni im altlasten spektrum und parallel auf der ITVA-Homepage veröffentlicht.

Die Anmeldungen aus dem Jahr 2020 können nicht fortgeschrieben werden.

Wir freuen uns darauf, Sie in diesem Jahr bei unserem Altlastensymposium in Berlin begrüßen zu dürfen!

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

ITVA e.V.
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
Tel.: 030 48 63 82 80
Fax: 030 48 63 82 82
E-Mail: info@itv-altlasten.de

Aktuelles

BMU notifiziert Mantelverordnung bei der EU und fügt Länderöffnungsklausel ein

5. März 2021

Presseberichten zufolge hat das Bundesumweltministerium die Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz in Brüssel notifiziert. Der Ende Februar der EU-Kommission vorgelegte Verordnungsentwurf ist demnach nahezu deckungsgleich mit der Fassung des Bundesratsbeschlusses von Anfang November. In der Bundes-Bodenschutzverordnung wurde unter § 8 ein neuer Absatz 8 eingefügt, der es den Bundesländern erlauben soll, eigene Regelungen für die Verfüllung von Gruben und Abgrabungen zu treffen: „Die Länder können Regelungen treffen, dass auch andere als die in Absatz 1 genannten Materialien zur Verfüllung genutzt werden und Überschreitungen der Werte nach Anlage 1 Tabellen 4 und 5 zulässig sind, wenn nachgewiesen wird, dass eine ordnungsgemäße und schadlose Verwertung erfolgt“. Damit hat die vom Bundesland Bayern vehement geforderte Länderöffnungsklausel doch noch Eingang in die Verordnung gefunden. […weiterlesen].

Wie die Bundesländer auf diese neue Wende in dem seit über 15 Jahren in der Bearbeitung befindlichen Verordnungsverfahren zur bundeseinheitlichen Regelung der Verwertung mineralischer Abfälle nun reagieren werden, bleibt abzuwarten. Denn jede Änderung des Verordnungsentwurfs bedeutet, dass sich im weiteren Verordnungsverfahren nochmals der Bundesrat mit der Mantelverordnung befassen muss. Ob dies noch in der aktuellen Legislaturperiode der Bundesregierung gelingt, ist angesichts des engen Zeitkorridors aber zumindest fraglich.

ITVA-Stellungnahme zum Entwurf einer Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung, zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung (sog. Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz) mit Stand 06.11.2020

19. Februar 2021

Als technisch-wissenschaftlicher Verband mit vielfältigen Erfahrungen bei der Altlas­tensanierung und beim Flächenrecycling nimmt der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) zum Entwurf der Mantel­verordnung nach dem Stand des Bundesratsbeschlusses vom 06.11.2020 nachfolgend Stellung:

ITVA-Stellungnahme MantelV_BR06112020_19.02.2021

Gesunde Böden – aktuelle Konsultation zur EU-Bodenstrategie

5. Februar 2021

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie 2030 will die EU-Kommission eine Bodenstrategie und eine neue Forststrategie beschließen. Dazu sowie zum Null-Schadstoff-Aktionsplan, zur nachhaltigen Fischerei und zum Verbot des Elfenbeinhandels können Sie Ihre Meinung einbringen.

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30 Jahre ITVA
Alte Lasten angehen – neue nicht vererben!

Am 12. Oktober 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, gründete ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis unter dem Namen „Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)“ den ersten technisch-wissenschaftlichen Verband auf dem Arbeitsfeld der Altlastenbearbeitung. Anlass der Gründung waren insbesondere die immensen ökologischen Altlasten, die sich auftaten.

In den vergangenen 30 Jahren wurde viel geschafft, doch sind auch drei Jahrzehnte nach Gründung unseres Verbandes die Probleme des Bodenschutzes vielfältig. Dazu zählen u.a. die Flächeninanspruchnahme, Kampfmittel, herrenlose und schlummernde Altlasten sowie insbesondere neue Schadstoffe – allen voran PFOAS.

Seit seiner Gründung hat sich der ITVA erfolgreich mit den Herausforderungen auseinandergesetzt. Schon früh erschienen die ersten Arbeitshilfen und Informationsschriften. Es folgten Fachausschüsse zur Bearbeitung altlastenbezogener Fragestellungen und Regionalgruppen. Es wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen abgegeben, Runde Tische und Workshops durchgeführt und die allgemein anerkannte Definition für das Flächenrecycling geprägt.

Der Bedeutung der knappen Ressource (Boden)Fläche wurde durch die Umbenennung des Verbandes in Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling im Jahr 2009 Rechnung getragen.

Um dem Bodenschutz eine noch breitere Plattform zu bieten, haben sich die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in der Aktionsplattform Bodenschutz bewährt.

Das jährlich stattfindende Altlastensymposium und die renommierte Fachzeitschrift „altlasten spektrum“ tragen zum fachlichen Austausch in großem Maße bei. All dieses konnte und kann auch in Zukunft nur durch die vielen engagierten Mitglieder gelingen, die sich teilweise schon seit der Gründung des Verbandes, ehrenamtlich einsetzen im Vorstand, im Beirat, in den Fachausschüssen, den Regionalgruppen und dafür ihre private Zeit investieren. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Altlasten und Flächenrecycling sind keine Aufgaben, die innerhalb einer Generation gelöst werden können. Der ITVA möchte auch in den nächsten Jahren mit weiter anhaltendem Engagement zur erfolgreichen Bewältigung der ökologischen Herausforderungen beitragen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an diesen Aufgaben gestaltend mitzuwirken.