Ingenieurtechnischer Verband
für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V.
(ITVA)

Prof. Dipl.-Ing. Harald Burmeier zum 70. Geburtstag

Prof. Dipl.-Ing. Harald Burmeier feiert heute, am 13.10.2020, seinen 70. Geburtstag. Im Namen des Vorstands, des Beirates und aller Mitglieder gratuliert der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement u d Flächenrecycling e.V. e.V. (ITVA) seinem Ersten Vorsitzenden aufs Allerherzlichste und wünscht ihm für sein weiteres Wirken beste Gesundheit und viel Erfolg!

Mit der Feststellung „Für uns alle sind Sie, was Altlasten in Deutschland betrifft, der „Fels in der Brandung“, auf dem ein Leuchtturm steht“, bringt es unser Beiratsmitglied Jürgen Stadelmann, Geschäftsführer der Landesanstalt für Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt, auf den Punkt.

„Harald Burmeier hat als Gründungsmitglied den ITVA souverän mit auf den Weg gebracht und gehört dem Vorstand seit der Gründung ununterbrochen an – von 1990 – 1996 als Schriftführer, seit 1997 als Erster Vorsitzender. Durch sein unermüdliches persönliches Engagement, die kontinuierliche Motivation aller Beteiligten und eine Vielzahl von Anregungen, Vorträgen und Veröffentlichungen hat er dem Verband zu allgemeiner Anerkennung verholfen. Harald Burmeier mit seinen besonderen Fähigkeiten zum strategischen Denken und zum konstruktiven Dialog mit allen Akteuren, die sich mit den Fragestellungen und Zielsetzungen des ITVA befassen, hat sich als wegweisend für den ITVA erwiesen“, so der ehemalige Zweite Vorsitzende des ITVA, Dr.-Ing. Volker Franzius, anlässlich des Jubiläums.

30 Jahre ITVA
Alte Lasten angehen – neue nicht vererben!

Am 12. Oktober 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, gründete ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis unter dem Namen „Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)“ den ersten technisch-wissenschaftlichen Verband auf dem Arbeitsfeld der Altlastenbearbeitung. Anlass der Gründung waren insbesondere die immensen ökologischen Altlasten, die sich auftaten.

In den vergangenen 30 Jahren wurde viel geschafft, doch sind auch drei Jahrzehnte nach Gründung unseres Verbandes die Probleme des Bodenschutzes vielfältig. Dazu zählen u.a. die Flächeninanspruchnahme, Kampfmittel, herrenlose und schlummernde Altlasten sowie insbesondere neue Schadstoffe – allen voran PFOAS.

Seit seiner Gründung hat sich der ITVA erfolgreich mit den Herausforderungen auseinandergesetzt. Schon früh erschienen die ersten Arbeitshilfen und Informationsschriften. Es folgten Fachausschüsse zur Bearbeitung altlastenbezogener Fragestellungen und Regionalgruppen. Es wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen abgegeben, Runde Tische und Workshops durchgeführt und die allgemein anerkannte Definition für das Flächenrecycling geprägt.

Der Bedeutung der knappen Ressource (Boden)Fläche wurde durch die Umbenennung des Verbandes in Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling im Jahr 2009 Rechnung getragen.

Um dem Bodenschutz eine noch breitere Plattform zu bieten, haben sich die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in der Aktionsplattform Bodenschutz bewährt.

Das jährlich stattfindende Altlastensymposium und die renommierte Fachzeitschrift „altlasten spektrum“ tragen zum fachlichen Austausch in großem Maße bei. All dieses konnte und kann auch in Zukunft nur durch die vielen engagierten Mitglieder gelingen, die sich teilweise schon seit der Gründung des Verbandes, ehrenamtlich einsetzen im Vorstand, im Beirat, in den Fachausschüssen, den Regionalgruppen und dafür ihre private Zeit investieren. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Altlasten und Flächenrecycling sind keine Aufgaben, die innerhalb einer Generation gelöst werden können. Der ITVA möchte auch in den nächsten Jahren mit weiter anhaltendem Engagement zur erfolgreichen Bewältigung der ökologischen Herausforderungen beitragen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an diesen Aufgaben gestaltend mitzuwirken.

Aktuelles

Laufende Beratungen im Bundesrat zur MantelV (Drs. 566/17) – Bundesratssitzung am 06.11.2020

21. Oktober 2020

Der VUP Deutscher Verband Unabhängiger Prüflaboratorien e.V. fordert,  die 5-jährige Übergansfrist, die für das Inkrafttreten des § 19 (1) BBodSchV in Rede steht, nicht weiter zu verfolgen. Der Verband vertritt die Auffassung, dass im Falle einer 5-jährigen Übergangsfrist für die Akkreditierung aller probenehmenden Stellen ein analytischer „Untersuchungsnotstand“ auf die Branche zukomme,  der den Erfolg der Mantelverordnung (Ersatzbaustoffe) gefährde. Werde die Regelung nicht sofort in Kraft gesetzt, müssten aus Sicht des VUP die Laborunternehmen Untersuchungsaufträge in Verbindung mit einer nicht akkreditierten Probenahme ablehnen (müssen).

 

 

Bundesrat: 396. Sit­zung des Aus­schus­ses für Um­welt, Na­tur­schutz und nu­klea­re Si­cher­heit, 24.09.2020, 10.00 Uhr

24. September 2020

Heute mit spannender Tagesordnung, u.a. Entwurf eines … Gesetzes zur Änderung des Bundesberggesetzes (BBergG, Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau),Verordnung zur Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung, zur Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und zur Änderung der Deponieverordnung und der Gewerbeabfallverordnung (Drucksache: 566/17), Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union, Klimaschutzbericht 2019 (Drucksache: 519/20 i. V. m. BT-Drs. 19/22180)

Weitere Informationen auf der Website des Bundesrates

 

 

Geplante Novellierung des Baurechts

18. September 2020

Am 9. Juni 2020 wurde der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Mobilisierung von Bauland (Baulandmobilisierungsgesetz) vorgelegt. Die Novellierung des Baurechts soll erfolgen, um Kommunen bei der Aktivierung von Bauland und zur Sicherung bezahlbaren Wohnens zu unterstützen. Vorgesehen ist eine Reihe von bauplanungsrechtlichen Änderungen, die vorrangig auf das Bauen im Innenbereich zielen.

Weitere Informationen:
Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, Entwurf eines Gesetzes zur Mobilisierung von Bauland (Baulandmobilisierungsgesetz) vom 9. Juni 2020