Aktuelles

Junger ITVA – kommissarischer Sprecher*innenkreis eingesetzt

11. Juni 2021

Der Vorstand hat am 08. Juni 2021 beschlossen, kommissarisch einen Arbeitskreis für einen „Jungen ITVA“, der mittels einer für die 32. Mitgliederversammlung geplanten Satzungsän­derung etabliert werden soll, einzusetzen. Dem Arbeitskreis gehören Katja Schelle, Lina Schulz und Uwe Boester, die den Entwurf für die geplante Satzungs­regelung erarbeitet hatten, an.

Bis zur regulären Wahl im Rahmen der auf die Eintragung der geänderten Satzung in das Vereinsregister nächsten Mitgliederversammlung (also voraussichtlich 2022) ist dessen Aufgabe, die Arbeits­felder und die Arbeitstei­lung zu definieren, die Belange des Jungen ITVA wahrzunehmen so­wie die zuge­hörige Organisationsstruktur aufzubauen.

Altlastensymposium 2021 in Berlin – abgesagt wegen Corona

11. Juni 2021

Vor dem Hintergrund der noch immer nicht einschätzbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie sieht sich der Vorstand des ITVA leider gezwungen, das Altlastensymposium 2021, das vom 22. bis 24. September in Berlin-Adlershof stattfinden sollte, komplett abzusagen.

Die Veranstaltung macht für alle Beteiligten – Teilnehmer*innen, Referent*innen, Aussteller – nur Sinn, wenn sie als Präsenzveranstaltung mit der geplanten Teilnehmerzahl und ohne unzumutbare Einschränkungen durchgeführt werden kann. Diese Voraussetzungen sind in Berlin derzeit und auf absehbare Zeit nicht gegeben. Wir sind sicher, dass sich die Möglichkeiten nach weiterführenden Erkenntnissen über die Wirksamkeit der Impfungen auch gegenüber Mutanten und dem Vorliegen der ersten Erfahrungen mit vergleichbaren Veranstaltungen besser beurteilen lassen.

Die Absage ist für alle Beteiligten enttäuschend, da wir uns sehr auf ein persönliches Wiedersehen gefreut haben. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis für diese Entscheidung, die getroffen wurde, um die Sicherheit aller Teilnehmenden und Mitarbeitenden zu gewährleisten. Weitere Informationen zum Virus und seiner Bekämpfung finden Sie auf den Websites des RKI, des Bundesgesundheitsministeriums oder der WHO.

Wie geht es weiter?

Gerne machen wir Sie auf das Altlastensymposium 2022 aufmerksam. Dieses wird – vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie – mit einem spannenden aktuellen Programm vom 09. bis 11. März in Lübeck-Travemünde durchgeführt.

Proceedings International Online – Conference PFAS – Dealing with contaminants of emerging concern

6. Mai 2021

conference proceedings can be downloaded under: https://clous.uba.de/index.php/s/sdVwNEWcssU2At4

download of audio streams for the panel discussions, held on the second day:
Panel 1:“Current PFAS findings, positions and related consequences – On a test bench with policy approaches and implementation opportunities?“ https://clous.uba.de/index.php/s/8l6nCELEU51UAfK

Panel 2: „The way forward: PFAS as blue print for emerging pollutants?“ https://clous.uba.de/index.php/s/HoxJb970qi490cw

30 Jahre ITVA
Alte Lasten angehen – neue nicht vererben!

Am 12. Oktober 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, gründete ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis unter dem Namen „Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)“ den ersten technisch-wissenschaftlichen Verband auf dem Arbeitsfeld der Altlastenbearbeitung. Anlass der Gründung waren insbesondere die immensen ökologischen Altlasten, die sich auftaten.

In den vergangenen 30 Jahren wurde viel geschafft, doch sind auch drei Jahrzehnte nach Gründung unseres Verbandes die Probleme des Bodenschutzes vielfältig. Dazu zählen u.a. die Flächeninanspruchnahme, Kampfmittel, herrenlose und schlummernde Altlasten sowie insbesondere neue Schadstoffe – allen voran PFOAS.

Seit seiner Gründung hat sich der ITVA erfolgreich mit den Herausforderungen auseinandergesetzt. Schon früh erschienen die ersten Arbeitshilfen und Informationsschriften. Es folgten Fachausschüsse zur Bearbeitung altlastenbezogener Fragestellungen und Regionalgruppen. Es wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen abgegeben, Runde Tische und Workshops durchgeführt und die allgemein anerkannte Definition für das Flächenrecycling geprägt.

Der Bedeutung der knappen Ressource (Boden)Fläche wurde durch die Umbenennung des Verbandes in Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling im Jahr 2009 Rechnung getragen.

Um dem Bodenschutz eine noch breitere Plattform zu bieten, haben sich die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in der Aktionsplattform Bodenschutz bewährt.

Das jährlich stattfindende Altlastensymposium und die renommierte Fachzeitschrift „altlasten spektrum“ tragen zum fachlichen Austausch in großem Maße bei. All dieses konnte und kann auch in Zukunft nur durch die vielen engagierten Mitglieder gelingen, die sich teilweise schon seit der Gründung des Verbandes, ehrenamtlich einsetzen im Vorstand, im Beirat, in den Fachausschüssen, den Regionalgruppen und dafür ihre private Zeit investieren. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Altlasten und Flächenrecycling sind keine Aufgaben, die innerhalb einer Generation gelöst werden können. Der ITVA möchte auch in den nächsten Jahren mit weiter anhaltendem Engagement zur erfolgreichen Bewältigung der ökologischen Herausforderungen beitragen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an diesen Aufgaben gestaltend mitzuwirken.