Ingenieurtechnischer Verband
für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V.
(ITVA)

Aktuelles

Altlastensymposium 2021, 22.-24. September 2021, Berlin

17. Januar 2021

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung findet das Altlastensymposium 2021 vom 22. -24. September 2021 in Berlin statt. Der zunächst unter Vorbehalt angekündigte Termin im März entfällt.

Statement des ITVA zur neuen Bodenstrategie der EU

10. Dezember 2020

Roadmap „ New Soil Strategy – healthy soil for a healthy life”Statement of the German Scientific-technical Association for Environmental Remediation and Brownfield Redevelopment (ITVA)

ITVA welcomes that the European Commission will revise the Thematic Strategy for Soil Protection and emphasize the importance of soil as a limited resource.

European and international initiatives and agreements must be taken into account in the revision of the Thematic Strategy. These include in particular the United Nations Sustainable Development Goals (SDGs), the European Green Deal, the EU Mission „Soil Health and Food“, the EU Biodiversity Strategy, the EU Chemicals Strategy for Sustainability and the FAO Global Soil Partnership. The protection of soil biodiversity and the maintenance and improvement of soil ecosystem services in general must be integrated into all policy areas.

Beyond a revision of the Thematic Strategy for Soil Protection, it is still urgently necessary to implement a European soil framework directive in order to provide a legally binding European framework for soil protection. An EU Soil Framework Directive should be developed in a broad-based process involving all stakeholders. This also includes uniform assessment standards for soil damage, so that a uniform approach is possible without distorting competition, as is also the case with the implementation of the Water Framework Directive and air pollution control.

The Thematic Strategy for Soil Protection must contain specific binding targets for good ecological soil status, regulations on land use, specifications for EU-wide quality requirements, e.g. with regard to contamination. In addition, uniform standards (assessment, precautionary, test and limit values) should be established for a common responsible approach to soil damage.

Progress in identifying and remediating contaminated sites and address diffuse contamination must soon be achieved. Damaged soil must be restored. The polluter pays principle must be applied consistently. Special attention is currently required for per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS) due to the high level of soil and water contamination in the EU and worldwide.

Soil protection cannot be carried out only locally, regionally or nationally. Climate protection/change, soil erosion, desertification, the protection of „good“ soils for food security are European issues that must also be discussed and resolved at European level. There are complex interrelationships between soil and climate, some of which have increasing feedback effects. One part of the strategy must be to raise public awareness of the urgent need for soil protection.

The rate of land take, urban sprawl and sealing must be reduced significantly to achieve land degradation neutrality by 2030 and no net land take by 2050. When creating new living space, focus on brownfield redevelopment, i.e. re-use formerly built-up areas, the redensification of less used sites.

Lössboden ist „Boden des Jahres 2021“

4. Dezember 2020

Der Lössboden ist „Boden des Jahres 2021“. Die Entscheidung wurde am heutigen Freitag (04.12.2020) bei einer Festveranstaltung in Hannover, die vom „Kuratorium Boden des Jahres“ und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam ausge-richtet wurde, offiziell bekanntgegeben. Die Veranstaltung, die jährlich zum „Internationalen Tag des Bodens“ stattfindet, wurde aufgrund der Corona-Pandemie im Hybrid-Format mit Gästen vor Ort sowie rund 200 online eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. …weiterlesen

30 Jahre ITVA
Alte Lasten angehen – neue nicht vererben!

Am 12. Oktober 1990, unmittelbar nach der Deutschen Einheit, gründete ein interdisziplinär besetzter Expertenkreis unter dem Namen „Ingenieurtechnischer Verband Altlasten (ITVA)“ den ersten technisch-wissenschaftlichen Verband auf dem Arbeitsfeld der Altlastenbearbeitung. Anlass der Gründung waren insbesondere die immensen ökologischen Altlasten, die sich auftaten.

In den vergangenen 30 Jahren wurde viel geschafft, doch sind auch drei Jahrzehnte nach Gründung unseres Verbandes die Probleme des Bodenschutzes vielfältig. Dazu zählen u.a. die Flächeninanspruchnahme, Kampfmittel, herrenlose und schlummernde Altlasten sowie insbesondere neue Schadstoffe – allen voran PFOAS.

Seit seiner Gründung hat sich der ITVA erfolgreich mit den Herausforderungen auseinandergesetzt. Schon früh erschienen die ersten Arbeitshilfen und Informationsschriften. Es folgten Fachausschüsse zur Bearbeitung altlastenbezogener Fragestellungen und Regionalgruppen. Es wurden zahlreiche Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen abgegeben, Runde Tische und Workshops durchgeführt und die allgemein anerkannte Definition für das Flächenrecycling geprägt.

Der Bedeutung der knappen Ressource (Boden)Fläche wurde durch die Umbenennung des Verbandes in Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling im Jahr 2009 Rechnung getragen.

Um dem Bodenschutz eine noch breitere Plattform zu bieten, haben sich die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in der Aktionsplattform Bodenschutz bewährt.

Das jährlich stattfindende Altlastensymposium und die renommierte Fachzeitschrift „altlasten spektrum“ tragen zum fachlichen Austausch in großem Maße bei. All dieses konnte und kann auch in Zukunft nur durch die vielen engagierten Mitglieder gelingen, die sich teilweise schon seit der Gründung des Verbandes, ehrenamtlich einsetzen im Vorstand, im Beirat, in den Fachausschüssen, den Regionalgruppen und dafür ihre private Zeit investieren. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Altlasten und Flächenrecycling sind keine Aufgaben, die innerhalb einer Generation gelöst werden können. Der ITVA möchte auch in den nächsten Jahren mit weiter anhaltendem Engagement zur erfolgreichen Bewältigung der ökologischen Herausforderungen beitragen. Alle Mitglieder sind aufgefordert, an diesen Aufgaben gestaltend mitzuwirken.