Fachausschuss C7 "Kampfmittelräumung"

Vorsitzender:

Martin Kötter
IFAH GbR
Heinkelstraße 8
30827 Garbsen
Telefon: 0 51 31 / 84 62
Telefax: 0 51 31 / 9 13 27
E-Mail: Martin Kötter

Am 02.09.2014 hat sich der ITVA-Fachausschuss „Kampfmittelräumung“ konstituiert, der zum Thema Kampfmittel Betroffene und Beteiligte sensibilisieren, die Verknüpfung mit den Bereichen Flächenrecycling und Arbeitssicherheit  aufzeigen und schließlich Hilfestellungen für Praxis und Vollzug geben möchte. Der Fachausschuss ist interdisziplinär und überregional besetzt mit Vertretern aus Ingenieurbüros, Baufirmen, Räumfirmen und Behörden sowie Fachjuristen und Repräsentanten von großen Liegenschafts-/ Grundstückseigentümern.

Zu den Fachthemen, die in Kontakt mit Verbänden, Ausschüssen und Fachbehörden (z.B.  Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung in Deutschland e.V., Kampfmittelräumdienste der Länder, Oberfinanzdirektion Niedersachsen als Leitstelle des Bundes für Kampfmittelräumung) bearbeitet werden sollen, gehören unter anderem:

  • Gefährdungsbeurteilungen und Risikoabschätzungen zu Grundstücken und Bauvorhaben
  • Verfahren / Technik / Qualität von Erkundung / Räumung / Bergung
  • Zuständigkeiten / Organisation / Vorgehensweisen
  • rechtliche Grundlagen, Verantwortlichkeiten, Haftung, Restrisiken
  • Planungssicherheit und finanzielle Risiken
  • Erarbeitung von Hilfestellungen für Praxis und Vollzug
  • Klärung des weiteren Forschungsbedarfs

Gefahren durch Altmunition

Zum Brand in Lübtheen äußerste sich Martin Kötter, Vorsitzender des ITVA-Fachausschusses C/ "Kampfmittelräumung" am 04.07.2019 in der Sendung NDR aktuell um 21:45 Uhr (ab 0:06:00):
Wie kann Altmunition im Norden künftig entsorgt werden?

Der MDR Sachsen und der SPIEGEL zitieren den Kampfmittel-Experten Günter Fricke, Geschäftsführer der Dresdner Sprengschule, "Belastung der Wälder mit Munition ist sehr hoch".

Die Problematik ist keinesfalls auf Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beschränkt.

Die Forderungen des ITVA sind im Positionspapier "Kampfmittel - das unterschätze Risiko" zusammengefasst.


Informationsschrift #2 des Fachausschusses Kampfmittelräumung erschienen

Auch mehr als siebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind weite Bereiche in Deutschland mit Kampfmitteln aus den Weltkriegen, der Produktion und Erprobung von Kampfmitteln sowie dem militärischen Betrieb belastet. Die Belastung ist dabei regional sehr unterschiedlich. Besonders betroffen sind i.d.R. urbane Räume, Industrieanlagen oder Verkehrsknotenpunkte, die während des Zweiten Weltkriegs systematisch bombardiert wurden. Ebenfalls gelten Bereiche in Aufmarsch- und Kampfgebieten, wie z.B. in der Eifel, an der Oder, im Großraum Berlin, aber auch viele andere Orte als kampfmittelverdächtig. Für militärische Liegenschaften und Produktionsstätten der Rüstungsindustrie kann eine auch nach 1945 verursachte Kampfmittelbelastung nicht ausgeschlossen werden.

Alle Kampfmittel werden dann zur Gefahr, wenn sie bewegt werden, unsachgemäß oder unbeabsichtigt einer äußeren Einwirkung wie Schlag, Erschütterung oder Temperaturveränderung ausgesetzt werden. Eine unkontrollierte mechanische Einwirkung auf das Kampfmittel oder Zündsysteme kann zu einer Auslösung und Umsetzung mit schwerwiegenden Folgen führen.

Pünkltlich zur BImA-Kampfmittelfachtagung am 28. und 29. Mai 2019 erschien die Informationsschrift #2 des ITVA-Fachausschusses C7 "Kampfmittelräumung"

"Bauen bei Kampfmittelverdacht - was tun?"

Die Schrift gibt Antworten auf grudnsätzliche Fragen. Die gedruckte Version kann über die ITVA-Geschäftsstelle bezogen werden.

Detektionsverfahren in der Kampfmittelräumung

Informationsschrift des ITVA-Fachausschusses C7 "Kampfmittelräumung" veröffentlicht.

Die Geophysik bietet ein breites Spektrum an Methoden und Systemen an, das als Werkzeugkasten zu betrachten ist, aus dem für die jeweilige Aufgabenstellung das passende Werkzeug zu wählen ist. Aus diesem Gesamtspektrum ist eine Teilmenge grundsätzlich ge­eignet, um damit nach Kampfmitteln zu sondieren.

Zu den grundsätzlich für die Kampfmittelsondierung anwendbaren Verfahren gehören die Magnetik (Eisendetektion), die Elektromagnetik (Metalldetektion) und das Georadar, jeweils sowohl in der Anwendung von der Oberfläche aus als auch in der Anwendung in Bohrlöchern.

Die Informationsschrift "Detektionsverfahren in der Kampfmittelräumung" steht hier zum Download zur Verfügung.


Kampfmittel - das unterschätzte Risiko

Positionspapier des ITVA zur Kampfmittelerkundung und -räumung im Rahmen des Flächenrecyclings und der Altlastenbearbeitung veröffentlicht.

Kampfmittel in Böden und Gewässern ge­fährden auch noch nach 70 Jahren Frieden das Flächenrecycling und die Altlastenbearbeitung. Durch physikalische und chemische Einwirkungen nehmen das Gefahrenpotenzial und das Risiko der Selbstdetonation zu. Der ITVA fordert daher Bund und Länder auf, der Flächennutzungspolitik besondere Priorität einzuräumen. Der politische Handlungsrahmen muss das integrierte Zusammenwirken von Entscheidungsträgern und Akteuren erleichtern.

Das Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung.