Presseinformationen des ITVA

19.03.2015
NRW verbindet ökonomische Vernunft mit ökologischer Verantwortung / Reduktion der Flächeninanspruchnahme und vorsorgender Bodenschutz sind Gebot der Stunde

NRW hat bei der Altlastensanierung und beim Flächenrecycling viel erreicht – „Seit Anfang der 1980er Jahre haben wir über 7.000 Altlasten saniert, aber es sind auch noch etwa 30 Prozent der 85.000 Verdachtsflächen nicht einmal ausreichend erkundet“. Das betonte NRW-Umweltstaatssekretär Peter Knitsch heute bei der Eröffnung des 2. gemeinsamen Altlastensymposiums 2015 des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) und des AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in Bochum vor den rd. 450 TeilnehmerInnen. „Wir haben im Altlastenbereich neue Herausforderungen durch Mikroschadstoffe“, so Staatssekretär Knitsch. „Außerdem forcieren wir das Flächenrecycling, um den Freiflächenverbrauch für neue Siedlungsflächen zu begrenzen. Dazu haben wir insbesondere den AAV mit der Gesetzesnovelle von 2013 gestärkt. Das Ziel soll auch im neuen Landesentwicklungsplan verankert werden.“ Grundsätzlich stellte er fest, dass „der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen eine Zukunftsaufgabe ist. Wenn wir eine hohe Lebensqualität erhalten wollen, müssen wir die ökonomische Vernunft mit ökologischer Verantwortung verbinden.“

Nordrhein-Westfalen weist durch seine lange Industrie- und Bergbaugeschichte eine große Zahl an Altlasten und altlastverdächtigen Flächen auf. Einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Neuinanspruchnahme von Freiflächen leistet die Reaktivierung von Industrie-, Verkehrs- und Militärbrachen - das "Flächenrecycling". Für eine neue Nutzung ist in vielen Fällen die Aufbereitung und Sanierung altlastverdächtiger Flächen erforderlich.

In NRW arbeiten seit über 25 Jahren das Land, die Kommunen und Teile der Wirtschaft im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung zur „Flächen- und Altlastenallianz Nordrhein-Westfalen“ erfolgreich zusammen. Prof. Dipl.-Ing. Harald Burmeier, Erster Vorsitzender des ITVA, und Dr. Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV, bemerken dazu übereinstimmend: „Flächenrecycling ist nachhaltig. Es schont Ressourcen und begrenzt die Flächeninanspruchnahme. Es fördert die Innen- vor der Außenentwicklung, nutzt hochwertige vorhandene Infrastruktur und vermeidet den Erschließungsaufwand für Flächen im Außenbereich.“ Daher nehmen die Themen Flächenrecycling und -entwicklung, Erkundung und Sanierung von Boden- und Grundwasserkontaminationen sowie aktuelle Rechtsfragen zentralen Stellenwert beim Symposium ein.

Die zügige Sanierung von industriellen Altlaststandorten und Verkehrsbrachen beseitigt Investitionshemmnisse, schafft Arbeitsplätze, gibt Impulse für städtebauliche Entwicklungen und dient dem Gesundheits-, Natur- und Umweltschutz. Der Verbrauch an Freiflächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke wird vermindert. Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme von noch immer rund 74 Hektar täglich in Deutschland ist eine besondere Herausforderung der Umweltpolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. NRW hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die Fläche, die jeden Tag neu bebaut wird, von derzeit zehn bis 2020 auf fünf Hektar zu reduzieren. Mittelfristig soll nicht mehr Fläche in Anspruch genommen werden, als an anderer Stelle maximal entsiegelt wird.

Im Fokus stehen die Zukunftsperspektiven der Stadt Bochum, das Zusammenspiel von Natur- und Bodenschutz bei Altlas­tensanie­rungspro­jekten, die Optimierung der städte­baulichen Eingriffsregelung und die Ent­wicklung einer nachhaltigen urbanen Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr. Kampfmittel stellen noch 70 Jahre nach Kriegsende im Zusammenhang mit Flächenrecycling- und Infrastrukturmaßnahmen ein erhebliches Investitionsrisiko und -hemmnis dar, dessen sich Investoren und Consultingunterneh­men oft nicht bewusst sind. Beleuchtet werden verschie­dene Problemstellungen der Kampfmittelräumung.

Im Rahmen des Schwerpunktes „Hochschule trifft Praxis“ werden wieder aktuelle F&E-Bei­träge aus den Hochschulen vorgestellt.

Das Altlastensymposium 2015 ist die entscheidende Kommunikationsplattform des Jahres für alle Entscheidungsträger, Fachleute und Bearbeiter aus den Bereichen Flächenrecycling und Altlastenmanagement.

Weitere Informationen: www.itv-altlasten.de, www.aav-nrw.de

 

20.03.2014
Altlastensanierung ist Investition in die Zukunft 

Hessen hat bei der Altlastensanierung viel Boden gut gemacht – das Thema bewohnte Altlasten gehört weitgehend der Vergangenheit an. Das betonte Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute bei der Eröffnung des 2. gemeinsamen Altlastensymposiums 2014 des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) und der HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung – HIM ASG – in Fulda vor den rd. 400 TeilnehmerInnen. „Die Altlastensanierung ist eine Investition in die Zukunft. Durch Liegenblassen der Altlasten wird die Verantwortung in die Zukunft verlagert und die Kosten steigen“, so Dr. Tappeser. „Mit der Strategie der zügigen Altlastensanierung hat Hessen seit 1989 eine Vorreiterrolle übernommen.“

Für die Behebung der bereits eingetretenen Schäden hat das Land Hessen von 1990 bis einschließlich 2013 für die Rüstungs- und gewerblichen Altlasten zusammen mehr als 600 Mio. € aus Landesmitteln bereitgestellt. Mit diesen Mitteln wurden in den letzten 23 Jahren über 4.000 Tonnen Schadstoffe aus dem Boden und dem Grundwasser entfernt und dabei eine Fläche von über 5.000.000 m2 Boden einer Wiedernutzung zugeführt. Zusammen mit den Mitteln für das „Abschlussprogramm kommunale Altlastenbeseitigung“ ergeben sich stolze 800 Mio. € für saubere Böden und sauberes Grundwasser.

Die zügige Sanierung von industriellen Altlaststandorten und Verkehrsbrachen beseitigt Investitionshemmnisse, schafft Arbeitsplätze, erhöht den Gesundheitsschutz und gibt Impulse für städtebauliche Entwicklungen und dient dem Gesundheits- und Umweltschutz. Der Verbrauch an Freiflächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke wird vermindert. Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme von noch immer rund 74 Hektar täglich ist eine besondere Herausforderung der Umweltpolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Daher steht das Thema im Mittelpunkt des Symposiums. Unter dem Motto „Flächenverbrauch – wird jetzt gehandelt?“ werden Chancen, Grenzen und Risiken des Flächenzertifikatehandels, mit Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert.

Rechtliche Aspekte, Erkundung und Sanierung von Altlasten sowie Sanierungsmanagement sind weitere Schwerpunktthemen. Behandelt werden Bodenschutz im Spannungsfeld von Umwelt- und Naturschutzrecht, erste Erfahrungen der Industrie bei der Umsetzung der Industrieemissionenrichtlinie (IED), die aktuelle Praxis des zivilrechtlichen Umgangs mit Altlasten, langjährige Erfahrungen zur Grundwassersanierung, hydraulische Sicherung von Rüstungsaltstandorten, Aspekte der Qualitätssicherung, Möglichkeiten und Grenzen hochauflösender Untersuchungen des Untergrundes, Erfahrungen bei der Sanierung bewohnter Altlasten, Aspekte des vorsorgenden Bodenschutzes, die Berücksichtigung des Naturschutzes bei der Entwicklung von Industriebrachen und die bisherigen Betriebserfahrungen bei der Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol.

Im Rahmen des Schwerpunktes „Hochschule trifft Praxis“ wird der ITVA-Preis 2014 verliehen.

19.03.2014
Dr. Alexandra Christ in den Beirat des ITVA berufen

Der Vorstand des ITVA hat Frau Dr. Alexandra Christ, Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfal, im Rahmen seiner 70. Sitzung am 19.03.2014 in den Beirat des ITVA berufen.

Frau Dr. Christ ist im MWKEL als Referentin mit dem Arbeitsgebiet "Nachsorgender Bodenschutz - Altlasten" tätig. Sie vertritt das Land Rheinland-Pfalz im Altlastenausschuss (ALA) der LABO sowie im Arbeitskreis der Altlastensanierungsgesellschaften der Länder (AK-ASG)

Altlastensymposium 2014, 20. – 21.03.2014, Fulda
Rechtliche Aspekte / Flächeninanspruchnahme / Erkundung und Sanierung von Altlasten / Sanierungsmanagement / Verleihung des ITVA-Preises

Der ITVA und die HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung HIM-ASG, veranstalten vom 20. - 21.03.2014 im MARITIM Hotel am Schlossgarten Fulda das Altlastensymposium 2014. Aktuelle rechtliche Aspekte des Boden- und Grundwasserschutzes bilden den Auftakt der Tagung, die von Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser eröffnet wird. Am Beispiel des Flächenrecyclings wird der Bodenschutz im Spannungsfeld von Umwelt- und Naturschutzrecht dargestellt. In Kurzstatements wird über erste Erfahrungen der Industrie bei der Umsetzung der Industrieemissionenrichtlinie (IED) berichtet. Anhand ausgewählter Gerichtsurteile soll ein Blick auf die aktuelle Praxis des zivilrechtlichen Umgangs mit Altlasten eröffnet werden.

Im Mittelpunkt des Symposiums steht das Thema Flächeninanspruchnahme. Der Flächenverbrauch gehört nach wie vor zu den ungelösten Umweltproblemen in Deutschland. Noch immer werden täglich rund 74 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen, und das von der Bundesregierung in ihrer nationalen Nach­haltigkeitsstrategie formulierte 30-ha-Ziel ist längst nicht erreicht. Bürger und selbst politische Entscheidungsträger nehmen das umweltpolitisch brisante Thema kaum wahr. Daher mangelt es weithin am nötigen Problembewusstsein. Unter dem Motto „Flächenverbrauch – wird jetzt gehandelt?“ werden nach einem Impulsreferat zum Flächenzertifikatehandel im Rahmen einer Podiumsdiskussion der aktuelle Sachstand und Möglichkeiten der Problemlösung, insbesondere die Chancen, Grenzen und Risiken des Zertifikatehandels, mit Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert.

Erkundung und Sanierung von Altlasten sind weitere Schwerpunktthemen des Altlastensymposiums. Anhand von Praxisbeispielen wird über langjährige Erfahrungen zur Grundwassersanierung, den mikrobiellen Abbau von LCKW und die hydraulische Sicherung von Rüstungsaltstandorten berichtet. Im Themenblock „Erkundung“ werden Aspekte der Qualitätssicherung beleuchtet und Möglichkeiten und Grenzen hochauflösender Untersuchungen des Untergrundes zur Beurteilung der Sanierbarkeit von Grundwasserschäden aufgezeigt.

Im Rahmen des Schwerpunktes „Hochschule trifft Praxis“ wird der ITVA-Preis 2014 verliehen.

Der Themenschwerpunkt „Sanierungsmanagement“ behandelt Erfahrungen bei der Sanierung bewohnter Altlasten, Aspekte des vorsorgenden Bodenschutzes sowie ein Praxisbeispiel zur Berücksichtigung des Naturschutzes bei der Entwicklung von Industriebrachen und die bisherigen Betriebserfahrungen bei der Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol.

Das Altlastensymposium 2014 ist die entscheidende Kommunikationsplattform des Jahres für alle Entscheidungsträger, Fachleute und Bearbeiter aus den Bereichen Flächenrecycling und Altlastenmanagement.

Weitere Informationen: http://www.itv-altlasten.de/altlastensymposium-2014/ , www.him-asg.de

15.12.2013
Nachruf Dr. Horst Jungbauer

Am 13. Dezember 2013 verstarb unser langjähriges Mitglied und Vorstandsmitglied von 1999 – 2013 Dr. Horst Jungbauer im Alter von 62 Jahren.

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01.06.2013
RA Dr. Wolf Dieter Sondermann zum Ehrenmitglied des ITVA ernannt

Der Vorstand des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) hat Herrn Rechtsanwalt Dr. Wolf Dieter Sondermann in Würdigung seiner besonderen Verdienste für den ITVA mit Urkunde vom 01.06.2013 zum Ehrenmitglied ernannt.

Dr. Wolf Dieter Sondermann, Heinemann & Partner Rechtsanwälte, Essen, ist am 13.03.2013 aus dem Beirat des ITVA ausgeschieden. Er ist Gründungsmitglied des ITVA und hat sich besonders in der schwierigen Aufbauphase des Verbandes als bewährter „Justiziar“ und als langjähriges Vorstands- und Beirats­mitglied in hervorragendem Maße besondere Verdienste um den ITVA erworben.

"Dr. Sondermann hat den ITVA seit der Vereinsgründung souverän Art und mit einschlägiger Vereinserfahrung mit auf den Weg gebracht, durch sein unermüdliches persönliches Engagement in Vorstand und Beirat für eine kontinuierliche Motivation aller Beteiligten gesorgt und dem Verband zu allgemeiner Anerkennung verholfen. Seine Kooperationsbereitschaft im Dialog mit allen Akteuren, die sich mit den Fragestellungen und Zielsetzungen des ITVA befassen, hat sich als zielführend erwiesen", so der Erste Vorsitzende des ITVA, Prof. Dipl.-Ing. Harald Burmeier, anlässlich der Ernennung.

Unter maßgeblicher Mitwirkung von Dr. Sondermann wurden u.a. die Vereinssatzung und das Schwerpunktprogramm etabliert und fortentwickelt. Mit zahlreichen Vorträgen zum Bodenschutz- und Altlastenrecht auf ITVA-Symposien und weiteren Fachtagungen sowie einer Vielzahl von Fachveröffentlichungen hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Positionen des ITVA und die Interessen seiner Mitglieder zu wahren und in die aktuelle umweltpolitische Diskussion einzubringen. Seine reichhaltige Erfahrung wurde immer geschätzt, und seine stets gut vorbereiteten Ideen haben mancher Sitzung entscheidende Impulse gebracht.

Die wichtigsten Stationen des beruflichen Werdegangs: Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Tübingen, Bonn und Köln promovierte Dr. Sondermann an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. Im Anschluss an die von 1968 - 1971 ausgeübte Tätigkeit als Dezernent für die Rechts-, Sicherheits- und Ordnungsverwaltung und Co-Dezernent des Baudezernates der Stadt Ibbenbüren wurde er von 1972 - 1982 zum Stadtdirektor der Stadt Gronau/Westfalen und von 1982 - 1984 zum Geschäftsführer der AGR Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet mbH. Seit 1984 zugelassen als Rechtsanwalt beim Landgericht Essen, ist Dr. Sondermann seit 1987 Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit den Tätigkeitsschwerpunkten Umweltrecht, öffentliches Baurecht und öffentliches Wirtschaftsrecht.

Der ITVA wünscht Dr. Sondermann für sein weiteres Wirken beste Gesundheit und viel Erfolg!

 

21.03.2012
Martin Jürgens, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in den Beirat des ITVA berufen

Der Vorstand des ITVA hat Herrn Martin Jürgens, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), im Rahmen seiner 66. Sitzung am 21.03.2012 in den Beirat berufen. Herr Jürgens ist bei der BImA seit März 2009 mit der Leitung des Zen­tralen Altlasten­managements betraut.

17.01.2012
Umsetzung von Art. 22 der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED-Richtlinie)
ITVA legt Positionspapier vor

Mit Datum vom 25. November 2011 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit den Entwurf eines Gesetzes und einer ers­ten Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IED) vorgelegt. Die Richtlinie ist am 6. Januar 2011 in Kraft getreten. Die Mitgliedstaa­ten müssen die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten in nationales Recht umsetzen. Die vorgelegten Referentenentwürfe dienen der Umsetzung. Die IED sieht Verschärfungen für den Anlagenbetreiber vor. Dabei handelt es sich unter ande­rem um Berichts- und Sanierungspflichten nach Art. 22 IED.

Die Kernfragen

  • Welche Anlagen werden erfasst?
  • Wann ist der Bericht über den Ausgangszustand zu erstellen?
  • Was sind relevante gefährliche Stoffe?
  • Was ist Gegenstand der Berichtspflicht?
  • Welche Mindestanforderungen bestehen?
  • Welchen fachlichen Schwierigkeiten begegnet die Berichtserstellung?
  • Welche Maßstäbe gelten für die Bewertung des Zustandes bei endgültiger Stillle­gung?
  • Welche fachlichen Schwierigkeiten bestehen bei dem Vergleich mit dem Aus­gangszu­stand?
  • Welche Fragen stellen sich im Hinblick auf die technische Durchführbarkeit der Sanie­rung?
  • Was sind erhebliche Boden- und Grundwasserverschmutzungen?
  • Was gilt für historische Verunreinigungen und bei fehlender Berichtspflicht?

und die rechtlichen und fachlichen Antworten darauf sind Gegenstand eines Positionspa­piers, das aktuell vom Ingenieurtechnischen Verband für Altlastenmanagement und Flächen­recycling e.V. (ITVA) unter Mitwirkung des Bundesverbandes Boden e.V. (BVB) erstellt wurde.

Der ITVA for­dert Europäische Kommission und Bundesregierung auf, bei der angekündigten Erstellung der Leitlinien für den Inhalt des Berichts über den Ausgangszustand und beim weiteren Ver­lauf der Umsetzung in bundesdeutsches Recht die vorgelegten Positionen zu berücksichti­gen.

Das Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung.

17.11.2010
CityChlor: Transnationaler Workshop
Integrierter Ansatz erweist sich als wichtig

Am 16. November 2010 fand in Paris der erste transnationale CityChlor-Workshop statt. Mehr als 100 Sanierungsexperten, politische Entscheidungsträger und Vertreter professioneller Organisationen aus Nordwest-Europa kamen zusammen, um Informationen und Erfahrungen zum Umgang mit Verunreinigungen von Boden und Grundwasser durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwas­serstoffe (LCKW) in Stadtgebieten auszutauschen und andere Experten zu treffen.

Ziel des Projektes "CityChlor" ist die Entwicklung eines integrierten Ansatzes zur Untersuchung und Sanierung von Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers durch chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) im städtischen Umfeld. Das umfasst die Bündelung technologischen Fachwissens und die Erarbeitung ganz­heitlicher Prozesse, die auch Risiko-Management Ansätze, Kosten-Nutzen-und Finanzierungsmechanismen, Risikokommunikation und Bürgerbeteiligung, einschließen. Die transnationale Kooperation bringt hierbei ver­schiedene Sichtweisen, Erfahrungen, Methoden und Lösungsansätze zusammen.

Das Projekt CityChlor, seine Zielsetzung und die bisherigen Arbeitsergebnisse wurden vorgestellt. Die von den Partner aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Flandern durchgeführte Bestandsaufnahme des in Europa verfügbaren Wissens wurde unter dem Motto ?Vier Länder: Unterschiede, Stärken und Engpässe? präsentiert. Der integrierte Ansatz stieß bei den Teilnehmern auf positive Resonanz.

 

Ähnliche Projekte und Zusammenarbeit
Programmhöhepunkte waren die informativen Beiträge namhafter Gastredner. Das ?Project ChloroNet - Ansatz von ähnlichen Problemen und Vernetzung in der Schweiz? wurde von Gabriele Büring (ChloroNet) vorgestellt. "Wir beschäftigen uns mit den gleichen Fragen, wird die Zusammenarbeit uns allen helfen.", betonte Büring.
Über ?Innovative Techniken und den integrierten Ansatz in den USA? berichtete Douglas Oliver (MWH). ?Die Verbindung zwischen technischen und sozio-ökonomischen Aspekten? beleuchtete Philippe Billiet (Gessol-Programm) und konstatierte: ?Die Frage ist nicht mehr ?Warum?, sondern ?Wie? wird der integrierte Ansatz angewandt.?. Den Abschluss bildete der Vortrag von Luca Marmo (EU-Kommission) über die möglichen "Auswirkungen der EU-Boden-und Grundwasser-Richtlinien auf den Umgang mit Kontaminationen durch chlorierte Lösungsmittel".

 

Interaktivität
Gruppendiskussionen zwischen Teilnehmern mit ähnlichem und unterschiedlichem beruflichem Hintergrund trugen dazu bei, neue Anregungen aufzunehmen. Fragen wie ?Welches ist der beste Weg, um diesen integrierten Ansatz zu organisieren? und ?Wie lässt sich die Theorie in die Praxis umsetzen? zogen sich durch alle Diskussionen. Ihre Beantwortung ist eine der wesentlichen Herausforderungen für CityChlor.

 

Informiert blieben und mitmachen
Weitere Informationen über das Projekt und seine Fortschritte finden Sie unter www.citychlor.eu. Alle Präsentationen des Workshops werden hier veröffentlicht.
Als aktives Netzwerk ist CityChlor ständig auf der Suche nach innovativen Lösungen. Aktuelle Informationen erhalten Sie, wenn Sie den Newsletter auf der Projekt-Website www.CityChlor.eu abonnieren. Sie können auch der Linkedin CityChlor Group beitreten und über verschiedene Themen diskutieren. Die während des Workshops gehaltenen Diskussionen werden hier fortgeführt werden.
Außerdem können Sie CityChlor auf Twitter verfolgen: www.twitter.com / CityChlor.

01.07.2010
Innovative In-situ-Sanierungsverfahren
Neue Arbeitshilfe des ITVA erschienen
 

In den letzten Jahren werden zunehmend ?innovative? In-situ-Sanierungsverfahren angebo­ten, um insbesondere bereits lang laufende und nicht erfolgreiche Sanierungen, die kosten­aufwändig mit konventionellen Verfahren durchgeführt wurden, erfolgreich zu beenden. Diese Verfahren machen sich komplexe physikalische, chemische und biologische Vorgänge zu Nutze und stellen einen ho­hen Anspruch an den Planer und an die Genehmigungsbehör­den. Sie bieten ein hohes Potential, die genannten Probleme zu lösen, stellen jedoch keine Patentlösungen dar. Vielmehr müssen die Auswahl und der Einsatz in jedem Einzelfall sorgfältig erfolgen.

Eine komplexe wissenschaftliche Auswertung und Bewertung des Erfolgs der in Deutschland ? oftmals unter speziellen Randbedingungen und eingebunden in Forschungsprojekte ? un­ter Ein­satz innovativer In-situ-Verfahren realisierten Sanierungsmaßnahmen liegt noch nicht vor.

Der Arbeitskreis ?Innovative In-situ-Sanierungsverfahren? im ITVA-Fachausschuss H1 ?Technolo­gien und Verfahren? verfolgt daher das Ziel, den Entwicklungsstand und die Erfahrungen bei der Anwendung innovativer In-situ-Sanierungsverfahren und ihre Einsatzmöglichkeiten und -grenzen kritisch zu prüfen und zu würdigen. Das Ergebnis ist die vorliegende Arbeitshilfe. Sie richtet sich an Fachleute und Sachverständige in Ingenieurbüros und Behör­den sowie an Sanierungspflichtige und soll dazu beitragen, die Prüfung der Eignung innova­tiver In-situ-Sanierungsverfahren im jewei­ligen Einzelfall zu erleichtern und insgesamt die Akzeptanz der In-situ-Sanierungsverfahren zu er­höhen.

Das zentrale Element der Arbeitshilfe bildet die systematische Beschreibung und Darstellung der ausgewählten innovativen In-situ-Sanierungsverfahren mittels standardisierter Verfah­rensblätter, die Angaben zu wirksamen Prozessen, technischem Aufbau (Verfahrenskompo­nenten und beson­dere Verfahrenscharakteristika), spezifischen Planungsgrundlagen, An­wendungsbereichen und -grenzen, Besonderheiten, Risiken, Entwicklungsstand, Referen­zen, relevanten Fundstellen aktu­eller Literatur sowie Einschätzungen bzw. kritische Wertun­gen des Arbeitskreises enthalten. Ab­schließend werden die bisherigen Erfahrungen bei der Anwendung der vorgestellten inno­vativen In-situ-Sanierungsverfahren aus Sicht des Arbeitskreises bewertet sowie Defizite und der weitere Entwicklungsbedarf aufgezeigt.

Weitere Informationen und Bezug:

ITVA e.V., Invalidenstr. 34, 10115 Berlin
Tel.: 030 / 48 63 82 80, Fax: 030 / 48 63 82 82
E-Mail: info(at)itv-altlasten.de, www.itv-altlasten.de
Preis: 25,00 ? inkl. 7% MwSt. zzgl. Versandkosten (Mitgliederrabatt 10%)

 

03.12.2009
Bundes-Bodenschutzgesetz in der Praxis bewährt ?
Weitere Stärkung des Bodenschutzes und der Instrumente zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme geboten

Das vor 10 Jahren zum Schutz des Bodens neu geschaffene Bundes-Bodenschutzgesetz hat sich seither in der Praxis bewährt. Gleichwohl nimmt der Bodenschutz auch weiterhin nur einen untergeordneten Stellenwert in der Umwelt- und Klimaschutzpolitik ein. Diese Einschätzung äußerte Prof. Harald Burmeier, Erster Vorsitzender des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA), anlässlich des Weltbodentags in Berlin und bedauerte, dass wichtige Umweltbereiche wie Boden, Bodenschutz und Altlasten im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung nicht einmal erwähnt werden. ?Das ist nicht gerechtfertigt, denn gerade in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland ist es von vitalem Interesse, die begrenzte Ressource Boden in ihren ökologischen Funktionen als Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen und als Bestandteil des Naturhaushalts mit seinen Wasser- und Naturkreisläufen zu erhalten. Unmittelbar mit dem Thema Boden verknüpft ist zudem die derzeitige ungebremste Nutzung unserer Naturflächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke, die aus Gründen der Nachhaltigkeit auf den Prüfstand gestellt werden muss?, so Burmeier.

Seit dem Jahr 2002 ist der 5. Dezember der Internationale Tag des Bodens. Die diesjährigen Veranstaltungen des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes, der Bodenfachverbände Deutschlands und der  kommunalen Spitzenverbände am 3. und 4. Dezember in Berlin mit den Schwerpunkten Bundes-Bodenschutzgesetz und Flächenverbrauch sowie die Proklamation der Stadtböden zum ?Boden des Jahres 2010? leisten aus der Sicht des ITVA einen wichtigen Beitrag, der Öffentlichkeit die Bedeutung der endlichen Ressource Boden näher zu bringen.

Auch wenn sich nach Einschätzung des ITVA das Bundes-Bodenschutzgesetz  in den vergangenen 10 Jahren besonders in der Praxis der Altlastensanierung bewährt habe, sei eine weitere Stärkung des Bodenschutzes und des Bodenbewusstseins sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene geboten, sagte Burmeier. ?Der ITVA fordert die Bundesregierung auf, für die anstehenden Verordnungsvorhaben zum Bodenschutz auf der Grundlage eines zwischen Gewässerschutz, Bodenschutz und Kreislaufwirtschaft abgestimm­ten Konzeptes mit einheitlichen und konsistenten Anforderungen zum Schadstoffübergang vom Boden zum Grundwasser vorzulegen und bietet hierbei seine sachkundige Beratung an. Darüber hinaus appelliert der ITVA  an die Bundesregierung, den Boden wegen seiner besonderen Bedeutung als Kohlenstoff- und Wasserspei­cher bei Aktivitäten zum Klimaschutz zu berücksichtigen und eine Konkretisierung dieser natürlichen Bodenfunktion gesetzlich zu verankern.?

Mit dem Ziel, die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlung und Verkehr bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen, hat die Bundesregierung in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie eine anspruchsvolle Vorgabe gesetzt. Der ITVA, der diese Zielsetzung unterstützt, stellt fest, dass eine wirkliche Trendwende jedoch noch nicht erreicht wurde. ?Aktuell werden täglich noch immer 104 ha Fläche für Siedlung und Verkehr neu in Anspruch genommen. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Landwirtschaft, sondern birgt auch ökonomische Risiken durch Folgekosten?, unterstrich Burmeier. Der ITVA begrüße daher die Absicht der neuen Bundesregierung, den Indikator Flächeninanspruchnahme im Sinne größtmöglicher ökologischer Wirksamkeit neu zu definieren und im Rahmen der Naturschutz- und Stadtentwicklungspolitik planerische und ökonomische Instrumente zur Verminderung des Flächenverbrauchs sowie zur Förderung des Flächenrecyclings zu erarbeiten und weiter zu entwickeln. ?Die Wieder- und Umnutzung bereits genutzter Flächen und die Verdichtung im Innenbereich müssen Vorrang vor Flächenneuverbrauch bzw. vor Entwicklung im Außenbereich haben?, so Burmeier. ?Gerade das Flächenrecycling als Kernanliegen des ITVA ist ein wich­tiger Baustein mit erheblichem Potential für die Wirtschaftsförderung.?

17.07.2009
EU-Kommission bewilligt Mittel aus dem Europäischen INTERREG IV B-Programm für Nordwesteuropa für
CityChlor-Projekt

Die EU-Kommission hat das Projekt ?CityChlor?, ein langfristiges europäisches Forschungsprojekt mit dem Ziel der Erarbeitung eines integrierten Ansatzes für die Sanierung von Boden- und Grundwasserkontaminationen durch chlorierte Lösungsmittel in städtischen Regionen, bewilligt.

Wichtige Investitionen in Umwelt-Know-how und Wissen
Das gesamte Forschungs-Budget beläuft sich auf 5,2 Mio. ?, davon werden rd. 50% durch das INTERREG IV B-Programm für Nordwesteuropa getragen. Dieses Programm unterstützt Projekte, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Die Genehmigung des Forschungsvorhabens ist eine wichtige, neue Investition für den Aufbau von Wissen und Know-how für die Untersuchung und Sanierung von Boden und Grundwasser. Auch für den privaten Markt gibt das Projekt einen neuen Impuls. Private Unternehmen werden als Berater in das Projekt eingebunden oder mit Teilaufgaben beauftragt.

Internationale Partnerschaft
Die Realisierung des Projekts liegt in den Händen einer Partnerschaft zwischen Behörden, Forschungsinstituten und Städten. Die flämische öffentliche Abfall-Agentur (OVAM) ist zuständig für die Koordination des Projekts. Insgesamt sind 9 Partner aus Flandern, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland beteiligt. In Deutschland nehmen der ITVA und die Landeshauptstadt Stuttgart teil, in Flandern neben dem Projekt-Koordinator OVAM, die Städte Mortsel und Gent. In den Niederlanden sind Bodem+ und die Gemeinde Utrecht beteiligt, Frankreich ist vertreten durch INERES und ADEME. Neben diesen Partnern sind Berufsverbände, Sachverständige und Sanierungsgesellschaften in das Projekt involviert.
Das Projekt beginnt im September nach der Unterzeichnung des Vertrags und hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren.

Neue Lösungen für komplexe Verunreinigungen
Aufgrund der Eigenschaften von chlorierten Lösungsmitteln ist die Sanierung dieser Kontaminationen oft komplex und langwierig. Verunreinigungen durch chlorierte Lösungsmittel sind oft auf den Betrieb von chemischen Reinigungen und Druckereien zurückzuführen. In der dicht besiedelten Region West-Europa liegen diese Betriebe oft in innerstädtischen Bereichen. Das bedeutet, dass die Verschmutzungen in vielen Fällen unter Wohnungen liegen und daher schwer zugänglich sind.

Abgesehen von den Folgen für die Umwelt, haben die Verunreinigungen auch sozio-ökonomische Auswirkungen für die Betroffenen und ihr Umfeld. Indirekt behindern die Verunreinigungen die Sanierung von Stadtvierteln oder Städten und wirken sich aufgrund der Unsicherheit und des oft langsamen Prozesses der Untersuchung und Sanierung nachteilig auf die Lebensqualität aus.

Umfangreiche Forschungsaktivitäten wurden bereits durchgeführt, um mögliche technische Lösungen für erfolgreiche Sanierungen zu entwickeln, aber die städtische Umwelt erfordert eine besondere Vorgehensweise. Es besteht Bedarf für einen integrierten Ansatz für diese Art von Kontaminationen. Das neue Forschungsprojekt wird nicht nur gemeinsam technisches Wissen, sondern auch Richtlinien, wie organisatorische und sozio-ökonomische Aspekte und die Beteiligung der Gemeinschaft bewältigt werden sollten, erarbeiten. Dies wird zu einer effizienteren und schnelleren Bewältigung dieser häufig vorkommenden Art von Verunreinigungen beitragen.

Um dieses Ziel in die Praxis zu übertragen, wird im Rahmen des Projektes eine Reihe von Pilotprojekten durchgeführt.

19.09.2008
Wechsel im Geschäftsführenden Vorstand des ITVA
Dipl.-Geol. Michael Altenbockum zum Schriftführer gewählt
Der Vorstand des ITVA hat am 19. September 2008 Herrn Dipl.-Michael Altenbockum, Altenbockum und Partner Geologen, Aachen, zum neuen Schriftführer des ITVA gewählt. Der bisherige Schriftführer, Herr Dr. Volker Böhmer, hat das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt, gehört jedoch weiterhin dem Vorstand an.

04.08.2008
Monetäre Bewertung ökologischer Lasten auf Grund­stüc­ken und deren Einbeziehung in die Verkehrs­werter­mittlung
Neue Arbeitshilfe des ITVA erschienen
Die Ausgestaltung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Sachverständigen ver­schiedener Fachbereiche zur Präzisierung einer guten fachlichen Praxis bei der Ver­kehrs­wertermittlung von Grundstücken mit ökologischen Lasten ist seit mehr als vier Jah­ren Ge­genstand des Arbeitskreises ?Wertermittlung? im ITVA-Fachausschuss C5 ?Flächen­recyc­ling?.
Ergebnis dieser intensiven Zusammenarbeit ist die vorliegende Arbeitshilfe. Sie richtet sich sowohl an Sachverständige für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstü­cken als auch an Fachleute und Sachverständige aus dem Umweltbereich.

Teil 1 definiert die Grundlagen der gemeinsamen Arbeit und umreißt den methodischen Rahmen für die praktische Bewertungstätigkeit sowie die Zusammenarbeit der unter­schiedli­chen Fachdisziplinen. Checklisten beschreiben detailliert die Anforderungen an die jeweils Beteiligten.
Teil 2 beschreibt ein System zur Recherche, Standortbe­schreibung und ?einstufung. Mit Hilfe einer Excel-Datei werden die wesentlichen Ein­flussfaktoren im Falle schädlicher Bo­denverände­rungen durch Zahlen quantifiziert, formali­siert und nach einem einheitlichen Term ausge­wertet. Das Ergebnis einer Anwen­dung des Recherchesystems ist eine durch einen nachvoll­ziehbar gestalteten Prozess ermittelte Aus­sage zum weiteren Handlungsbe­darf bezüglich ei­ner fachspezifisch notwendigen Einschät­zung vorhandener oder vermu­teter Risiken durch ökologische Belastungen.

Weitere Informationen und Bezug:
Ingenieurtechnischer Verband Altlasten e.V. (ITVA)
Lehrter Straße 46
10557 Berlin
Tel.: 030 / 48 63 82 80
Fax: 030 / 48 63 82 82
E-Mail: info(at)itv-altlasten.de
www.itv-altlasten.de
Preis: 20,00 ? incl. MwSt. zzgl. Versandkosten, ITVA-Mitglieder erhalten 10% Rabatt

 

18.12.2007
Aktionsplattform Bodenschutz fordert, die EU-Bodenschutzrichtlinie im EU-Umweltministerrat am 20.12.2007 nicht abzulehnen, sondern konstruktiv an der Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für Erhaltung, Schutz und Wiederherstellung von Böden in Europa weiterzuarbeiten

06.09.2007
Neue Allianz für den Boden
Aktionsplattform Bodenschutz anlässlich der Tagung der Tagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) am 05.09.2007in Dresden gegründet

04.09.2007
Gründung Aktionsplattform Bodenschutz

21.03.2007
Geschäftsführender Vorstand des ITVA im Amt bestätigt

06.04.2006
ITVA begrüßt Novellierung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung