Der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA)

Der ITVA wurde unter dem Namen "Ingenieurtechnischer Verband Altlasten e.V. (ITVA)" auf Initiative engagierter Sanierungsfachleute aus Ost und West und mit Unterstützung des damaligen Bundesumweltministers Töpfer als politisch und wirtschaftlich unabhängiger technisch-wissenschaftlicher Verein am 12. Oktober 1990 in Berlin gegründet.

Mit der 25-jährigen Erfahrung seiner Mitglieder ist der ITVA für jeden, der in den Bereichen Altlastenmanagement und Flächenrecycling tätig ist, ein etablierter Partner geworden und heute die einzige bundesweit engagierte Informations- und Kommunikationsplattform fachpolitischer Belange dieser Arbeitsfelder. Der ITVA ist hier für alle Kooperationen und Partnerschaften auf nationaler und internationaler Ebene offen.

Ziele des ITVA sind die Förderung des Fachdialogs durch fachgebietsübergreifende Zusammenführung von Fachleuten und Interessenten, die Bündelung der Kompetenz im nachsorgenden Bodenschutz und das Aufzeigen von Lösungswegen für die vielfältigen Fragestellungen der Altlastenbearbeitung und des Flächenrecyclings.

Es ist Anliegen des ITVA, ein umweltpolitisches Klima zu fördern, in dem das 30-ha-Flächenverbrauchsziel der Bundesregierung, die Beseitigung in der Vergangenheit entstandener Kontaminationen von Boden, Grundwasser und Gebäuden, die Entwicklung innovativer Verfahren zur wirtschaftlichen Sanierung von Altlasten sowie die Wiedernutzbarmachung industriell-gewerblich und militärisch vorgenutzter Liegenschaften für neue Nutzungen im Hinblick auf eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Flächennutzung als lohnende und zweckdienliche Aufgaben des Umweltschutzes und der Stadtentwicklung angenom­men werden.

Der Zweck des Vereins wird u.a. verwirklicht durch:

  • die Vertretung wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Belange der Altlastenbearbeitung, des Bodenschutzes und des Liegen­schaftsrecyclings,
  • die Beobachtung und Förderung der Altlastenbearbeitung, des Bodenschutzes und des Liegenschaftsrecyclings sowie ­Einflussnahme auf die konsequente Anwendung des anerkannten Standes von Wissenschaft und Technik,
  • die Mitwirkung bei der Erarbeitung von Regelwerken, Normen und gemeinsamen Hand­lungsempfehlungen und deren Fortschreibung zur Qualitätssicherung und Unterstützung des Sachverständigenwesens in den Fachgebieten Altlasten, Bo­denschutz und Liegenschaftsrecycling,
  • die Zusammenarbeit und den Gedankenaustausch mit fachverwandten Vereinigungen, In­stitutionen, Kommunen, Verbänden, Unternehmen und Einzelpersonen im In- und Ausland zur Förderung des Fachdialogs sowie zur Vermittlung von Erfahrungen und Erkenntnissen im Bereich der der Fachgebiete Altlasten, Bodenschutz und Liegenschaftsrecycling sowie angrenzender Fachgebiete.

Der ITVA ist in das Vereinsregister der Stadt Berlin eingetragen. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Organe des Verbandes sind:

Zu seinen rd. 900 Mitgliedern gehören Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Über die Mitgliedschaft von mehr als 130 Unternehmen, Behörden und Verbänden werden ca. als 10.000 Fachleute erreicht.

Die Bearbeitung von Fachfragen erfolgt durch Fachausschüsse, in denen Verbandsmitglieder und externe Experten zusammenarbeiten. Ihre Arbeitsergebnisse sind Arbeitshilfen, Richtlinien, Handlungsempfehlungen, Stellungnahmen, Weiterbildungsangebote sowie Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit auf den Gebieten Altlastenbearbeitung, Flächen-/Liegenschaftsrecycling und Bodenschutz. Die Inhalte der Verbandsarbeit und weitere Themen der Umweltpolitik werden auf Seminaren und Tagungen vermittelt. Die Fachausschüsse können zur Erledigung ihrer Aufgaben Arbeitskreise und –gruppen einsetzen. Darüber hinaus werden bei Bedarf Ad-hoc-Arbeitsgruppen und Runde Tische eingerichtet. Diesen obliegt die Bearbeitung aktueller Themen sowie einzelner Projekte.

Die Treffen der ITVA-Regionalgruppen bilden die Plattform, Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu beschaffen und berufliche Kontakte zu Fachkollegen aus Praxis, Wissenschaft und Ver­waltung sowie Experten aus fachverwandten Disziplinen zu knüpfen.

Alle Mitwirkenden im Vorstand, im Beirat und in den Fachausschüssen sowie in den Arbeitsgruppen sind ehrenamtlich tätig. Die Einzelheiten sind in der Vereinssatzung geregelt.

Der Ingenieurtechnische Verband Altlasten führt seit 1991 in Verbindung mit der Mit­gliederversammlung alljährlich das Altlastensymposium durch. Zu Schwerpunktthemen veranstaltet der ITVA Werkstattgespräche, die themenspezifisch von einzelnen oder mehreren Fachausschüssen bzw. Arbeitsgruppen des Verbandes betreut werden.

Für eine qualifizierte Aus- und Fortbildung arbeitet der ITVA eng dem BEW Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft e.V., der Ingenieurkammer Niedersachsen und der Bayerischen Verwaltungsfachschule zusammen.

Seit Oktober 1992 gibt der ITVA im Erich Schmidt Verlag das Fachorgan altlasten spektrum heraus.